Wie groß sollte mein Kader sein?

Die meiste Zufriedenheit erreicht man sicherlich, wenn man an jedem Spieltag jeden Spieler seines Kaders einsetzen kann. Da man in der Jugend viermal und im Seniorenbereich dreimal auswechseln darf, kann man also ableiten, daß Jugendmannschaften generell 15 (7er-Mannschaften 11) und Seniorenmannschaften 14 Spieler haben sollten.

Treten aber nun vermehrt Verletzungen auf, dann kann es evtl. vorkommen, daß man zu wenig Spieler hat und sich aus unterklassigen Mannschaften für ein oder mehrere Spiele andere Spieler holen muß. Diese kennen in den meisten Fällen jedoch die anderen Spieler dann nicht und man kann bestimmte taktische Vorgaben nicht mehr umsetzen. Oder vielleicht gibt es gar keine untere Mannschaft.

Generell sollte man also ein „kleines Polster“ haben, um auf Verletzungen reagieren und evtl. auch einmal disziplinarische Maßnahmen aussprechen zu können, ohne sich von vornherein die Möglichkeit des Wechselns selber zu nehmen.

Bei den Mini-Kickern, bei denen man beliebig oft ein- und auswechseln darf, sollte man jedoch keinesfalls mehr als die maximale Anzahl in den Kader nehmen, weil dort immer alle Kinder spielen sollen, um die Freude am Spiel zu erhalten. Hat man einmal zu wenig Spieler, dann wird der Gegner einem evtl. sogar einen Auswechselspieler überlassen, um ein Spiel vernünftig spielen zu können.

Man ist natürlich auch von der Vereinsstruktur abhängig, wenn es um die Zusammenstellung des eigenen Kaders geht. Ist in einem Verein nur eine Mannschaft eines Jahrgangs vorhanden (Bsp.: nur eine D-Jugend), so sollte man auch alle Spieler in den Kader nehmen, um nicht einigen Spielern das Hobby zu nehmen. Ein gesundes Maß sollte aber auch dabei nicht überschritten werden. Wenn es so viele Spieler gibt, daß man zwei Mannschaften spielen lassen kann, dann sollte man das von Vereinsseite auch machen. Ab der C-Jugend gilt dann allerdings, daß man hier ruhig leistungsorientiert arbeiten soll. Hier kann man Spieler auch wegschicken, wenn man keinen zu großen Kader haben möchte.

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