Im Fußball gibt es verschiedene Leistungskomponenten, die in der gesamten Trainingsplanung zu berücksichtigen sind. Fußball unterteilt sich sich in drei Altersstufen mit unterschiedlichen Trainingsarten.

Grundlagentraining (bis 11 Jahre, Bambini, F- und E Jugend)

Im ersten Ausbildungabschnitt legt man auf eine vielseitige technische Grundausbildung Wert.Das Training findet nur in kleinen Gruppen statt.. Dadurch eröglicht, man eine Vielzahl von Ballkontakten, was zum Erlernen der Technik sinnvoll ist. In diesem Alter sollte man als Trainer viele Übungen vormachen und nicht erklären. Alle Übungen werden mit Ball durchgeführt. Beim Abschlußspiel ebenfalls Bildung kleinerer Gruppen (besser zweimal 4 gegen 4 als einmal acht gegen acht). Das Konditions- und Ausdauertraining findet in diesem Alter nicht statt!

Im kleinen Fußball-Alter wollen die Kinder nur „kicken“. Daher ist taktisches Training hier absolut fehl am Platz. Trainer, die in diesem Alter trotzdem die Tafel zu Rate ziehen, sollten ihre Arbeitsweise überdenken. Ebenso sollte man nicht allzu viele Hütchen aufstellen oder Übungen absolvieren, die die Spieler nicht verstehen oder deren Erklärung zu viel Zeit in Anspruch nimmt.

Aufbautraining (11 bis 15 Jahre, D- und C Jugend)

Im Aufbautraining treten zwei Entwicklungsstufen der Kinder auf: Die vorpuberale Phase bis zum Beginn der Pubertät und die puberale Phase mit dem Beginn der Pubertät. Die vorpuberale Phase ist das beste Lernalter. Hier müssen besonders alle Elemente der Technik angeboten werden. Das Verhältnis zwischen Rumpf und Armen / Beinen ist günstig, das Zusammenspiel zwischen Muskulatur und Nervensystem beginnt sich auszuformen. Schwierige Bewegungsabläufe sind daher im D-Jugendalter am besten zu erlernen. In der puberalen Phase (Beginn C-Jugend) erschwert sich das Techniktraining durch schnelleres Längenwachstum der Extremitäten im Vergleich zum Rumpf. Hier können keine großen Lernerfolge erwartet werden. Vielmehr werden die erlernten Techniken und Verhaltensweisen ausgebaut und gefestigt. Hier setzen die ersten Einheiten zum Training von Ausdauer, Kraft und Schnelligkeit ein. Die größte Effektivität erreicht man in der puberalen Phase mit Übungen für die Antrittsschnelligkeit.

Die Persönlichkeitsfindung und die damit einhergehenden Stimmungsschwankungen der Spieler in der Pubertät machen dem Trainer das Leben hier nicht gerade leicht.

Spieler wollen von heute auf morgen mit dem Fußballspielen aufhören, weil sie keine Lust mehr haben. Das Längenwachstum führt dazu, daß sie ihre gewohnte Leistungsstärke nicht mehr abrufen können (und manchmal auch wollen).

Die Aktivitäten außerhalb des Platzes nehmen stark zu. So fangen manche Kinder im C-Jugend-Alter an, sich mehr mit Mädchen und Discos auseinanderzusetzen als mit dem kommenden Gegner und ihrer Position. Sehr stark ausgeprägt ist in dieser Zeit der Hang, bei allem mitmachen zu wollen, um „cool“ zu sein. Der Trainer ist nun nicht mehr das Vorbild vergangener Jahre und auch nicht mehr als Respektperson akzeptiert. Die Spieler wollen in diesem Alter selber entscheiden, was richtig und falsch ist und nehmen selten Lehre an. Was der Trainer sagt, wird zwar gehört, aber nicht mehr so stark umgesetzt.

Es ist schwer, die richtigen Worte zu finden, mit denen man die Kinder, die selber keine Kinder mehr sein wollen, noch erreicht. In der einen Woche lacht ein Spieler den Trainer noch aus, wenn er lautstark ermahnt wird, in der nächsten Woche fängt der gleiche Spieler bei einem freundschaftlichen Schulterklopfen an zu weinen. Sicherlich sind hier auch Unterschiede zwischen den einzelnen Persönlichkeiten festzustellen.

Spieler übernehmen nicht mehr so gerne Verantwortung, weil sie Angst vor dem Versagen haben. Jeder Spieler, auch wenn er sich noch so selbstbewußt gibt, hat diese Angst im Alter von 13 – 15 Jahren. Beim einen ist sie stärker ausgeprägt, beim anderen weniger. Der Trainer tut sich selber schwer zu erkennen, welcher Spieler schon weiter in seiner Entwicklung ist als andere, weil man hier keine Regelmäßigkeit erkennen kann.

Ein anderes Phänomen sind in diesen Jahren die Eltern, die teilweise von den Kindern abgelehnt werden, weil sie glauben, den Weg zum Sportplatz alleine gehen zu können und nicht mehr auf die Hilfe ihrer Eltern angewiesen zu sein. Bei Problemen werden jedoch von den Kindern immer wieder die Eltern vorgeschickt, weil die Spieler selbst nicht in der Lage sind, ihre Probleme zu formulieren und mit dem Trainer darüber zu sprechen.

Leistungstraining (15 bis 19 Jahre, B- und A Jugend)

Im späten C-Jugend-Alter und mit Eintritt in die B-Jugend beginnt die zweite puberale Phase. Hier werden die Bewegungsabläufe wieder fließender, so daß hier wieder ausgiebiges Techniktraining einsetzen sollte. In diesem Alter suchen die Jugendlichen nach der Idealtechnik. Es prägt sich der persönliche Stil aus.

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