Mit welchem System soll ich spielen (lassen)?

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Diese Frage beschäftigt wohl jeden Trainer, der eine Mannschaft übernimmt. Grundsätzlich sollte man das Spielsystem den vorhandenen Spielern anpassen und nicht umgekehrt. Es hat keinen Zweck, wenn man ein System favorisiert und seine Spieler in dieses Schema presst. Sicherlich muss man nun noch unterscheiden, ob man leistungsorientiert spielt oder im Breitensport tätig ist und ob man eine 7er-Mannschaft (z. B. Bambini) oder eine 11er-Mannschaft (z. B. Senioren) trainiert. Eine Lösung für ein optimales Spielsystem kann es also nicht geben. Die Ermittlung nach eben diesem optimalen System setzt also zunächst einmal gute analytische Fähigkeiten des Trainers voraus. Er muss erkennen können, welche Spieler er zur Verfügung hat und was diese Spieler zu leisten imstande sind.

Selbstverständlich gilt auch hier: Je älter die Spieler und je höher die Spielklasse, desto eher kann man die Spieler dem vom Trainer favorisierten Spielsystem anpassen. In manchen Fällen wird das Spielsystem auch vom Verein vorgegeben, so dass man als Trainer gar keine Wahl hat.

Sicherlich ist eine Systemumstellung von Trainer zu Trainer und Mannschaft zu Mannschaft immer problematisch, wenn z. B. eine Mannschaft im D-Jugendalter im 4-4-2 gespielt hat und dann zu einem anderen Trainer in den C-Jugendbereich wechselt, der das System 4-3-3 favorisiert. Dann ist das nicht nur für die Spieler problematisch, von denen mit Sicherheit vereinzelte Spieler „auf der Strecke“ bleiben werden, weil ihnen die Umstellung schwerfällt. Doch warum sollte ein Spieler bereits – um bei diesem Beispiel zu bleiben – in diesem jungen Alter aufgrund eines Systemwechsels eine Mannschaft verlassen müssen. Daher sollte also jeder Spieler das System an seinen Spielern ausrichten und der C-Jugend-Trainer aus unserem Beispiel sollte vom D-Trainer das 4-4-2 übernehmen, um nicht unnötige Systemopfer zu schaffen. Daraus lässt sich auch ableiten, dass es vielleicht sinnvoll erscheinen kann, dass zumindest sämtliche Jugendmannschaften eines Vereins das gleiche System spielen sollten.

Aber auch dies ist in der Praxis nicht unbedingt und gegen alle Widerstände realisierbar. Von den verschiedenen taktischen Aufstellungen sollte man sich natürlich auch das System heraussuchen, das man zum einen gut vermitteln kann und das Erfolg verspricht.

In den letzten Jahren hat sich vielerorts das 4-2-3-1 als beliebtestes und am weitesten verbreitete System herauskristallisiert.

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