Mannschaftsbesprechung – Fehlerquellen

Fehlerquellen sollen im Spiel von den Spielern ausgeschlossen werden, keine Frage! Aber dann sollten wir uns als Trainer auch einmal damit auseinandersetzen, woher die Fehler kommen können und diese selber umgehen und vermeiden.

Grundsätzlich scheint es eher angebracht, eine Besprechung mit allgemeinem Inhalt (also nicht die Besprechung kurz vor dem Spiel oder in der Halbzeitpause, denn hier steht der Zeitpunkt ja bereits fest) durchzuführen, wenn die Mannschaft „gut drauf“ ist. Die Spieler sind dann eher bereit, in kollektiven Zusammenhängen zu denken. Bei schlechten Ergebnissen oder Ereignissen hat niemand das Bedürfnis, Lösungen vorzuschlagen, weil dann jeder nur an seine eigenen Interessen denkt.

Nicht alles, was man sagt, wird auch vom Ansprechpartner so verstanden. Es gibt verschiedene wissenschaftliche Ausarbeitungen zu diesem Thema, auf die ich hier nicht näher eingehen möchte. Nur soviel: Erwachsene verstehen Dinge, die Kinder nicht verstehen und umgekehrt. Man muß die richtigen Worte finden.

Man sollte zumindest versuchen, negative Aussagen weitestgehend wegzulassen bzw. zu umgehen. Hier spielt das Wort „nicht“ eine wichtige Rolle. Man kann immer wieder beobachten, daß viele Trainer z. B. sagen: „Ihr spielt nicht über außen!“ Das werden alle am Spiel beteiligten Spieler selber erkannt haben. Auf eine solche Aussage, die sich dermaßen negativ anhört, kann nur eine Anordnung folgen. Zumindest werden die Spieler dies so auffassen. Besser wäre es daher, wenn der Trainer in o. g. Beispiel sagen würde: „Unser Spiel läuft fast nur durch die Mitte.“. Hier erkennen die Spieler selber, daß sie also über außen spielen sollen.

Wenn man seine eigenen Mannschaftsbesprechungen einmal überprüft und kritisch hinterfragt, so wird man feststellen, daß man sehr oft Gebrauch von diesem negativen Wort macht.

Die Kommunikation läuft im Endeffekt als Sender und Empfänger ab. Dies kann man gut z. B. mit Funkgeräten vergleichen. Beim Funken müssen beide Funkgeräte den gleichen Kanal eingestellt haben, weil ansonsten keinerlei Kommunikation möglich ist. Auch im zwischenmenschlichen Bereich müssen Sender und Empfänger auf der selben Welle funken, d. h. miteinander reden. Vereinfacht ausgedrückt bedeutet das, daß ich erheblich Probleme erhalten werde, wenn ich mit Kindern in Erwachsenensprache kommunizieren will, ebenso wie Baby-Sprache bei den Senioren absolut unangebracht ist. Auf die weitergehenden Ebenen, die – wie bereits oben erwähnt – wissenschaftlich ausgearbeitet wurden, will ich bewußt verzichten.

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