Was macht einen guten Fußballtrainer im Jugendbereich aus?

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Im Gegensatz zum Seniorenbereich, in dem der mannschaftliche Erfolg im Vordergrund steht und Resultate zählen, hat der Jugendtrainer mehrere Funktionen inne: Sportlehrer, Mentor und Pädagoge.

Im Jugendfußball steht die Weiterentwicklung jedes einzelnen Talents im Vordergrund – und zwar unabhängig davon, ob das Spiel am Wochenende gewonnen oder verloren wird.
Jeder Trainer muss die Grundlagen des Fußballs beherrschen, um sie an die Spieler weitgeben zu können. Entscheidend ist dann allerdings die Vermittlungskompetenz. Es bringt nichts, wenn man das eigene Wissen nicht (anschaulich) vermitteln kann.

Das Training selbst muss altersgerecht, abwechslungsreich gestaltet sein und viele Ballkontakte ermöglichen. Dafür bieten sich insbesondere viele Spielformen an. Lange Stehzeiten und trockene Theorieeinheiten sind eher kontraproduktiv, können und sollen aber mit zunehmendem Alter der Spieler durchaus eingebaut werden.

Kinder und Jugendliche sind keine „kleinen Erwachsenen“ und müssen dementsprechend anders behandelt werden. Sie befinden sich in körperlichen und emotionalen Entwicklungsphasen, die ein hohes Maß an Feingefühl erfordern. Ein guter Jugendtrainer baut eine echte Beziehung zu seinen Spielern auf und sollte erkennen, wenn diese Sorgen haben (privat oder schulisch) und als verlässlicher Ansprechpartner fungieren.

Konstruktives Feedback stärken das Selbstbewusstsein der Jugendlichen, wohingegen auf laute Kritik bei Fehlern verzichtet werden sollte, denn die sind im Lernprozess unerlässlich.
Jugendliche orientieren sich stark am Verhalten von Bezugspersonen. Der Trainer lebt Werte vor, die weit über den Platz hinausreichen. So muss sich ein Trainer den eigenen Spielern, dem Schiedsrichter, gegnerischen Mannschaften und auch Zuschauern gegenüber immer respektvoll verhalten. Er muss alle Spieler fair behandeln, auch die, die sportlich (noch) nicht zu den Leistungsträgern gehören. Seine (natürliche) Autorität kommt von seiner Kompetenz, also seinem Fachwissen, und auch nicht daher, weil er Druck ausübt.

Er kommuniziert mit den Spielern motivierend, seine Ansprache soll klar und zielgerichtet sein. Das schafft eine positive Lernatmosphäre, in die die Jugendlichen gerne kommen.
Ein nicht zu vernachlässigender Part des Jugendtrainers ist die Arbeit bzw. die Kontakte mit den Spielereltern. Der Trainer sollte stets das Gespräch ihnen suchen, Erwartungen klären und Sorgen ernst nehmen.

Fazit

Ein herausragender Jugendfußballtrainer misst seinen Erfolg nicht an Siegen, Tabellenplätzen oder Meisterschaften, sondern daran, mit wie viel Freude die Spieler zum Training kommen und wie gut es ihm gelingt, sie sowohl sportlich als auch menschlich für ihr weiteres Leben zu prägen.

Sportlich sollte es sein Ziel sein, dass möglichst viele Spieler den Sprung in die nächsthöhere Altersklasse schaffen und dem Fußball über lange Jahre erhalten bleiben – ob letzten Endes als Spieler, Trainer, Schiedsrichter oder in einer anderen Funktion im Verein.

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