Wie schafft man es, einen aggressiven Spieler zu disziplinieren?

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Dieses Thema kann eine große Herausforderung sein, lässt sich jedoch mit einem klaren und strukturierten Ansatz gut angehen. Ähnliches gilt ja auch für den Problemspieler.

Ein aggressiver Spieler gefährdet nicht nur die Ziele des Teams, sondern auch das Klima im gesamten Team. Vom Fair-Play-Gedanken, den der Sport ebenfalls bietet, wollen wir gar nicht erst reden. Doch wie packe ich einen solchen Spieler jetzt an?

Zunächst einmal sollte man wohl das Vier-Augen-Gespräch suchen. Dabei ist es wichtig, dies nicht unmittelbar nach einem Training oder gar Spiel durchzuführen, wenn Trainer und Spieler vielleicht noch aufgewühlt und nicht entspannt sind. Im Gespräch sollte man sachlich bleiben und konkrete Situationen schildern anstatt pauschale Vorwürfe zu machen. Es ist leichter verständlich, wenn der Spieler zu hören bekommt, dass er in der 24. Minute aufbrausend in Richtung Schiedsrichter gelaufen ist, als wenn man ihm sagt „Du bist immer so aggressiv“. Oftmals stecken hinter den Gefühlsausbrüchen von Menschen Frustration oder Druck, der von außen kommen kann, aber auch selbst verursacht wird. Eventuell ist es auch nur falscher Ehrgeiz. Die Antwort des Spielers sollte man sich in Ruhe anhören.

Anschließend kann man ihm die Konsequenzen aufzeigen, denn eine eventuelle rote Karte, die die Folge der Aggression sein könnte, schadet dem gesamten Team. Dem Spieler sollte einleuchten, dass faires Verhalten eine Grundvoraussetzung für die Teilnahme am Sport ist. Konsequenzen der Nichteinhaltung könnten sein, dass der Spieler ausgewechselt wird oder eine längere „Denkpause“ bekommt, in der er nicht eingesetzt wird. Als letzte Konsequenz könnte es auch zum Ausschluss aus der Mannschaft kommen.

Die Energie des Spielers kann man allerdings auch in die andere Richtung lenken, indem man dem Spieler eine Führungsrolle gibt und Aufgaben überträgt. Die Führungsrolle alleine könnte schon dazu führen, dass der Spieler sich als Vorbild sieht und sein Verhalten grundlegend ändert. Ebenfalls ist es möglich, das Team mit einzubinden und über den Spielführer oder den Mannschaftsrat ein Feedback an den betreffenden Spieler zu geben, wie sein Verhalten im Team wahrgenommen und bewertet wird, denn Gruppendynamik hat oft einen starken erzieherischen Effekt.

Oftmals sind es auch die Trainer selber, die mit ihrem Verhalten einen großen Einfluss auf ihre Mannschaft haben. Wenn der Trainer oder das Trainerteam hektisch und vielleicht sogar aggressiv an der Seitenlinie agieren, überträgt sich das auf die Mannschaft. Die Disziplin des Trainers spiegelt sich oft im gesamten Team wider.

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